Презентация "Mode"


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Mode und Schönheit

Mode

  • Mode ist ein großes Wort für etwas, was uns von der Modeindustrie vorgegeben wird. Nicht alles finden wir schön, nicht alles können wir tragen aber irgendwie lassen wir uns doch, mehr oder weniger, von ihr beeinflussen.
  • Hat: Krivenko O. V.

Es gibt Frauen, die sehen einfach immer gut aus. Perfekt geschminkt und stets stilvoll gekleidet lassen sie andere Frauen vor Neid erblassen. Dabei könnte jede Frau mehr aus ihrem Typ machen. Und sie wird bald feststellen: gutes Aussehen ist keine Frage des Geldbeutels, sondern eine Frage der inneren Einstellung. Und wenn Frau auch nicht Kleidergröße 36 hat, so kann sie doch mit kleinen Tricks ihre Vorzüge herausstellen und ein paar Pfunde zuviel geschickt kaschieren. Neben der passenden Kleidung spielt auch das Make-up, die Frisur und die Körperpflege eine entscheidende Rolle dabei, ob Frau gut aussieht. Modetipps, Rezepte für selbst gemachte und preiswerte Kosmetika, Schönheitstipps für den Notfall,  Farb- und Stylberatung, sowie Einkaufstipps für preiswerte, aber feminine Mode werden gesucht. Aber auch Vorschläge, was Frauen unbedingt vermeiden sollten bei ihrer Kleiderwahl oder gute Tipps im Bereich der Accessoires sind willkommen

  • Es gibt Frauen, die sehen einfach immer gut aus. Perfekt geschminkt und stets stilvoll gekleidet lassen sie andere Frauen vor Neid erblassen. Dabei könnte jede Frau mehr aus ihrem Typ machen. Und sie wird bald feststellen: gutes Aussehen ist keine Frage des Geldbeutels, sondern eine Frage der inneren Einstellung. Und wenn Frau auch nicht Kleidergröße 36 hat, so kann sie doch mit kleinen Tricks ihre Vorzüge herausstellen und ein paar Pfunde zuviel geschickt kaschieren. Neben der passenden Kleidung spielt auch das Make-up, die Frisur und die Körperpflege eine entscheidende Rolle dabei, ob Frau gut aussieht. Modetipps, Rezepte für selbst gemachte und preiswerte Kosmetika, Schönheitstipps für den Notfall,  Farb- und Stylberatung, sowie Einkaufstipps für preiswerte, aber feminine Mode werden gesucht. Aber auch Vorschläge, was Frauen unbedingt vermeiden sollten bei ihrer Kleiderwahl oder gute Tipps im Bereich der Accessoires sind willkommen

  • In jeder Zeit ist etwas anderes modisch. Mode ändert sich sehr schnell. Was gestern noch „in“ war, ist heute schon altmodisch. Die alten Modetrends kommen aber oft wieder. Sich modern kleidern bedeutet, sich so kleidern, wie es jetzt Mode zeigt zu modisch. Wenn etwas nicht mehr der aktuellen Mode entspricht ist schon altmodisch. Mode, das ist nicht nur Kleidung, sondern auch Frisur und Schmücke

Mode

  • Mode ist ein Wort, durch das sich nur wenige Leute nicht aus der Ruhe bringen lassen. Vor allem die Frauen unterliegen gern seinem Zauber. Viele von ihnen laufen nach modischen Neuheiten, abonnieren verschiedene Modezeitschriften, besuchen Modenschauen oder sehen sie sich wenigstens im Fernsehen an. Die Modetrends wechseln schnell. Was gestern fast eine Modetorheit war, ist heute nicht mehr zu tragen. Das Wort Mode bezieht sich nicht nur auf die Kleidung, sondern auch auf Frisur, Schminken und modisches Beiwerk. Dazu gehören Schuhe, Schmuck, Handtaschen, Gürtel, Handschuhe, Schals, Tücher,  Hute, Mützen, Sonnenbrillen und Regenschirme. Das gut gewählte Beiwerk ergänzt unsere Kleidung. Die Kleidung muss gut sitzen, sie darf unsere Bewegung nicht einschränken. Wenn wir schick aussehen wollen, denken wir an Farben, die unserem Typ entsprechen sollten. Natürlich muss man wissen, was für Kleidung und Schuhe man bei verschiedenen Gelegenheiten anziehen kann. In der Gesellschaft tragen die Männer meistens einen Abendanzug, d.h. eine Hose und ein Sakko, dazu ein Hemd mit Krawatte oder Fliege und Halbschuhe. Die Frauen ziehen ein Abendkleid und Pumps.

Heute gibt es auch mehrere Möglichkeiten, bequem einzukaufen, z. B. per Katalog oder per Internet. Immer mehr Geschäfte bieten ihr Sortiment auch auf Webseiten an. Bekannte Versandservice sind z. B. Quelle, Otto oder Neckermann. Die Preise sind oft günstig. Die Nachteile ist, dass wir diese Kleidung nicht ausprobieren können und die gelieferte Ware entspricht oft nicht unseren Vorstellungen. Die Kleidung ist oft zu groß oder zu eng und die Qualität ist nicht genügend. Ich habe gute Erfahrungen mit Einkaufen per Katalog oder Internet. Wir müssen um unsere Kleidung kümmern, um uns länger zu halten. Die Kleidung sollten wir sauber halten. Zu Hause sollten wir uns ausziehen und unsere Kleidung lüften lassen. Wir sollten lieber Kleidungsstücke aus natürlichen Materialien als solche aus Kunstfasern tragen.

Mode hat viele Gesichter: -  für die Alltag -  für Gesellschaft (Gelegenheiten) -  für Freizeit -  für Sport = muss tragebar, bequem, praktisch, funktionell

Mode kommt aus dem Französischen und stammt vom lat. modus "Art und Weise" ab. Der Begriff wurde das erste Mal im 17. Jahrhundert in Frankreich verwendet. Allgemein: der schneller als der Stil einer Epoche sich wandelnde Geschmack in Kultur, Zivilisation und Lebensweise. Unter Mode in der Kleidung versteht man den schnellen Wechsel der Bekleidung und ihres Beiwerkes in Schnitt, Form, Farbe und Material. Merkmal: Irrationalität der Änderung. Soziologisch u. psychologisch fußt Mode auf dem Neuerungsstreben, aber auch auf einer Verschränkung der Motive von Anpassungsstreben und Absonderungssucht. Erfolg und Mißerfolg der Mode hängt von der Fähigkeit ab, Bedürfnisse zu erkennen, Bedarf zu wecken und zu decken. Weil der Mensch seinen Körper und seine Bekleidung weitestgehend als Einheit sieht, ist er durch Mode ansprechbar: er akzeptiert oder lehnt die Botschaft der Mode ab. Mode ist der persönliche Freiraum des Menschen, sich der Gesellschaft anzupassen oder sie über die Ausdrucksformen der Bekleidung abzulehnen. Da Bekleidung (im Gegensatz zum Körper) oft und leichter ohne großen Aufwand veränderlich ist, bietet die Mode dem Menschen eine einfache Möglichkeit, sein Erscheinungsbild zu verändern.

  • Mode kommt aus dem Französischen und stammt vom lat. modus "Art und Weise" ab. Der Begriff wurde das erste Mal im 17. Jahrhundert in Frankreich verwendet. Allgemein: der schneller als der Stil einer Epoche sich wandelnde Geschmack in Kultur, Zivilisation und Lebensweise. Unter Mode in der Kleidung versteht man den schnellen Wechsel der Bekleidung und ihres Beiwerkes in Schnitt, Form, Farbe und Material. Merkmal: Irrationalität der Änderung. Soziologisch u. psychologisch fußt Mode auf dem Neuerungsstreben, aber auch auf einer Verschränkung der Motive von Anpassungsstreben und Absonderungssucht. Erfolg und Mißerfolg der Mode hängt von der Fähigkeit ab, Bedürfnisse zu erkennen, Bedarf zu wecken und zu decken. Weil der Mensch seinen Körper und seine Bekleidung weitestgehend als Einheit sieht, ist er durch Mode ansprechbar: er akzeptiert oder lehnt die Botschaft der Mode ab. Mode ist der persönliche Freiraum des Menschen, sich der Gesellschaft anzupassen oder sie über die Ausdrucksformen der Bekleidung abzulehnen. Da Bekleidung (im Gegensatz zum Körper) oft und leichter ohne großen Aufwand veränderlich ist, bietet die Mode dem Menschen eine einfache Möglichkeit, sein Erscheinungsbild zu verändern.

  • Jugendliche ziehen gern Jeans verschiedener Farben mit T-Shirts, Sweatshirts, Pullis und Hemden an, dazu tragen sie Stoff- oder Turnschuhe. Die Kleidung hängt auch von den einzelnen Jahreszeiten ab. Im Sommer tragen wir leichte Kleider, ärmellose Blusen, Hemdblusen oder Hemden mit kurzen Ärmeln, weite Röcke, kurze Hosen und Shorts, verschiedene T-Shirts. Dazu haben wir Pantoletten oder Sandalen an. Im Winter ziehen wir etwas Warmes an: Hosen, Pullover, Winter- und Pelzmäntel, Winterschuhe oder Lederstiefel.   

Mode und Subkultur:

  • Zuerst muß die Frage gestellt werden was eine "Subkultur" ist. "Randschicht", "Gegenmilieu" oder "Teil einer konkreten Gesellschaft" könnten Antworten sein. Teil einer konkreten Gesellschaft paßt im Zusammenhang mit den sechziger Jahren am besten, außerdem wurde im Verlauf des Seminars schon einmal auf diese Definition hingewiesen. Eine Subkultur unterscheidet sich in ihren Bräuchen, Werten und Normen von der jeweiligen Gesellschaft. Auf die Mode bezogen heißt das, daß die Subkultur eine eigene, andere Mode kreiert bzw. verwendet als der Rest der Gesellschaft. Da in letzter Zeit die negative Konnotation von Subkulturen immer weniger bedeutsam wurde, kam es sogar soweit, daß man die "Mode der Subkulturen" für die Massenmode verwendete. Man griff die unterschiedlichen Stilrichtungen auf und nutzte sie für eigene Zwecke, was man zuerst ablehnte, wurde zum neuen Modetrend. Jugend ist zur Modemacht geworden: aufgrund ihrer Zahl und ihrer Kaufkraft. Sie ist auch trendsetter: was Töchter und Söhne tragen, regt oft Mütter und Väter an

Herrenmode:

  • Ab Mitte der sechziger Jahre machte sich auch in der Herrenmode ein Stilwandel bemerkbar. Nach 1964 - bis dahin unterschied sich die Herrenmode kaum von jener der 50er Jahre . Die nach dem 2. Weltkrieg geborene Generation hatte andere Vorstellungen von Mode und wollte ihr Leben nach eigenen Vorstellungen gestalten. Sie forderten sowohl auf politischer und sozialer Ebene als auch im moralischen und sexuellen Bereich Gerechtigkeit, Aufklärung, Entlarvung von Vorurteilen und Selbstbetrug. Sicherlich beeinflußten die verschiedenen neuen Trends der Damenmode die Herrenmode, aber auch die Kleidungung der damaligen Idole, allen voran die Beatles, wirkte sich auf die Kleidungsgewohnheiten aus. Trotzdem, und das sollte betont werden, blieb die konventionelle Kleidung - Anzug, Hemd, Krawatte - weiterhin bestehen, denn vor allem in der Berufswelt war die "neue, legerere" Kleidung nicht gestattet bzw. nicht gerne gesehen.

Die Geschichte der Kleidung

  • Die Geschichte der Kleidung beginnt mit dem Tierfell. Die prähistorischen Menschen hängten sich unbearbeitete Tierfelle um ihre Körper, um sich vor Umwelteinflüssen zu schützen. Es wird aber auch behauptet, dass diese Menschen dies taten, um sich selbst zu schmücken und anderen zu imponieren. Die Eitelkeit und nicht die Nützlichkeit stand also am Anfang der Kleidung - sie führt geradewegs zur Mode, wie wir sie in der spätkapitalistischen Kultur kennen.
  • Menschen können sich ihrer Umwelt anpassen, so dass Kleidung nur ein MIttel unter anderen ist, um sich zum Beispiel gegen Kälte zu schützen. Man kann den Körper auch so abhärten, dass er kaum der Kleidung bedarf. Die frühen Menschen waren auch noch sehr viel mehr behaart als heute. Man vermutet, dass die menschliche Haut im Lauf der Menschheitsgeschichte immer haarloser wurde, je mehr die Menschen sich bekleideten. Der Schutz, den die Kleidung gewährt, wurde immer nötiger, je mehr der Mensch seinen Körper an Kleidung gewöhnt hatte.
  • In der Altsteinzeit trugen Menschen einen Lendenschurz, Rock oder eine Art Hose aus Fell.

Im alten Ägypten

  • Im alten Ägypten, also etwa 4000 v.Chr., waren die Menschen aufgrund der milden Klimabedingungen nur sehr spärlich bekleidet. Die Kleidung selbst war leicht und wurde aus Leinen hergestellt. Die Männer trugen einen knie- oder wadenlangen Schurz, der auf unterschiedliche Weise drapiert werden konnte. Angehörige der höheren Schicht, wie Mitglieder der königlichen Familie oder Priester, ergänzten diesen noch mit einer Tunika. Sklaven hingegen waren in der Regel fast nackt. Palastdienerinnen waren beispielsweise meist nur mit Perlenschnüren um den Bauch „bekleidet“. Die Gewänder der einfachen Leute waren sehr schlicht und aus weniger zartem, rauerem Leinen gefertigt

  • Frauen und Männer waren aufgrund des heißen Klimas zumeist spärlich bekleidet. Ebenso sollten die Kleider bei der Arbeit nicht hinderlich sein. Es gab auch sogenannte Arbeits- oder Dienstkleidung, wodurch die Trägerin ihre Funktion oder ihren Beruf optisch preisgab. Oftmals waren die Brüste nicht bedeckt und zu besonderen festlichen Gelegenheiten trugen die Ägypterinnen gern das plissierte, hautenge, knöchellange weiße Frauengewand, welches die Figur besonders betonte. Die Götter waren zumeist ebenso dargestellt, was darauf schließen lässt, dass damit der Aspekt der Fruchtbarkeit hervorgehoben werden sollte. 
  • Kleidung galt auch als Statussymbol: je höher der gesellschaftliche Stand einer Frau, desto so komplizierter und hinderlicher war ihre Kleidung. An den Beinen konnten die Kleider so eng geschnitten sein, dass die Trägerin kaum gehen konnte. 
  • Reichtum und Adel wurden auch durch Schmuck betont: Amulette, Pektorale, der ägyptische Perlenkragen, Diademe, Armreife, Schmuckgürtel und Ketten waren die beliebtesten Attribute zur Kleidung. Der Schmuck, vorwiegend motivreich gestaltet, unterstrich die Lebensfreude und Verbindung zu den Göttern. Der Perlenkragen stellte einen farbenprächtigen Sonnaufgang dar; die Blütendiademe zeigten die Sonne auf ihrem täglichen Rundweg und somit die Trägerin als Teil des Universums.
  • Die Morgentoilette, das Anlegen der Kleidung und des Schmucks gehörten zum gottgefälligen Ritual, welches auch an den Götterbildern vollzogen wurde. 
  • Aufgrund der Wichtigkeit dieser Attribute gewann auch die Pflege der Kleidung und des Schmucks an Bedeutung. Die Bediensteten, die sich diesen Aufgaben widmeten, waren hoch geachtet. 
  • Die kultivierte Lebensart der Ägypterinnen manifestierte sich deutlich in ihrem vornehmen, eleganten Stil. Der Frau kam als Schöpferin  und Trägerin dieser Mode eine bedeutende kulturtragende und zivilisatorische Aufgabe zu

Griechenland um 470 bis 300 v. Chr

  • Die Kleidung der Griechen wurde hauptsächlich durch den Faltenwurf variiert. Der Mann trug den "Chiton", ein hemdartiges Leinengewand und die "Chläna", einem warmen, großen Mantel mit Überschlag. Die Frau war häufig nur mit dem "Peplos", einem gegürteten oder gefalteten Überwurf bekleidet, seitlich zugenäht oder offen. Beim Gehen zeigten die Frauen dabei Ihre Oberschenkel. Im 6. Jh. wurde der Peplos durch den Chiton ersetzt. Der lange Chiton war das Festgewand der Frauen, darüber zogen sie zuweilen noch ein Oberkleid. 
  • Nach den Perserkriegen hieß jedes Unterkleid für Männer und Frauen Chiton. Die Kleidung war vorwiegend weiß. Der Mann jedoch trug später über dem Chiton den farbigen "Himation". 
  • In hellenistischer Zeit verschwand der Peplos vollständig und der Chiton wurde dicht unter der Brust gegürtet.
  • Als Fußbekleidung dienten Sandalen und Stiefel

Römisches Reich um 300 v. Chr. bis 350 

  • Auch bei den Römern wurden die Gewänder in Falten gelegt und am Körper drapiert. Damit diese Konstruktionen hielten, wurden die Stoffe mit Fibeln zusammengesteckt.  Männer und Frauen kleideten sich mit der "Tunika": Ein ärmelloses oder kurzärmeliges weißwollendes Hemd, das bis auf die Knie reichte. Im Hause wurde es lose, in der Öffentlichkeit gegürtet getragen. Auf der Straße zogen Frauen noch die "Palla", einen Umhang und Männer die "Toga", ein Kreissegment mit einer Länge von ca. 5,60 Meter und einer Breite von ca. 2,20 Meter darüber.
  • Das eine Ende der Toga hing von der linken Schulter vorn auf die Füße herab, das andere Ende wurde über den Rücken unter der rechten Achsel hindurchgeführt und wieder über die linke Schulter zurückgeworfen. Die gewöhnliche Toga war altweiß, die von Beamten, Priestern und freigeborenen Knaben hatten purpurne Besatzstreifen. Senatoren und andere, die ein öffentliches Amt bekleideten, trugen eine leuchtendweiße Toga. Die Tunika der Senatoren hatte einen breiten Purpurstreifen, die der Ritter einen schmalen.
  • An den Füßen trug man Sandalen, "Caligae" (Soldatenstiefel) und "Calceus" (lederner Straßenschuh, der den Knöchel umschloss

Nordeuropa 2000 v. Chr. bis 800

  • Überreste von Knochennadeln und Steinmesser zeugen davon, dass die Menschen in der jüngeren Steinzeit bereits Häute und Felle zuschnitten und zusammennähten, um Kleidung herzustellen. 
  • Männer trugen in der älteren nordischen Bronzezeit Kittel, Mantelumhänge, Mützen, Beinbinden und Bundschuhe. Frauen kleideten sich mit einem langen Falten- oder Schnurrock, Haarnetz, Beinbinden und ebenfalls Bundschuhen.
  • Die Tracht der Germanen in der vorrömischen Zeit bestand bei den Männern aus einem kittelartigen Rumpfkleid. Darüber stülpte man im Winter ein ponchoartiges Pelzkleid. Die Beine wurden durch eine lange Hose bedeckt. Die Frauen kleideten sich mit einem langen, ärmellosen und auf den Schultern durch eine Fibel zusammengehaltenen Gewand mit Gürtel. Darüber zogen sie einen Mantelumhang und bedeckten den Kopf mit einem Tuch

Mittelalter ca. 1100 bis 1350

  • Um 1130 waren Männer- und Frauenkleider kurzfristig kaum zu unterscheiden. Beide trugen einen langen Rock, ähnlich wie eine Tunika und darüber einen langen Mantel, der von einem "Fürspan", einer aufwendig gestalteten Schnur oder Kette, gehalten wurde. Der Oberrock hatte entweder keine Ärmel oder sehr lange, deren Öffnungen bis auf den Boden reichten. Die Frauen trugen außerdem noch Halbstrümpfe oder Beinbinden. Als Fußbekleidung dienten Bund- oder Schlupfschuhe

Romanische und gotische Mode 1300-1390

  • Mit dem zunehmenden Marienkult ließen auch Männer und Frauen ihre Haare wachsen. Die Gewänder fielen leicht fließend bis zum Boden herab. Der lange Rock wurde vorn oder seitlich geschlitzt, um beim Reiten nicht zu behindern. Darunter trug man Beinlinge, die an einem Leinenhemd befestigt wurden

1390 bis 1450

  • In der französisch-burgundischen Mode wurde die Kleidung allmählich enger.  Im ausgehenden 14. Jahrhundert wurde dann der kurze Rock modern, die sogenannte "Schecke" (altfrz. "jaque" - Jacke). Darunter trug der Mann ein enganliegendes Wams und Strumpfhosen, die bis zu den Hüften reichten. Besonders elegant waren auch zweigeteilte Kleider mit unterschiedlichen Farbhälften, die "Miparti" genannt wurden. Nur der Adel trug den "Dusing", ein breiter, lose auf den Hüften liegender Gürtel. 
  • Die Schuhe wurden zu Schnabelschuhen und hatten zuweilen abnorm hohe Absätze. Das Pendant dazu bildeten phantasievolle, zylinderartige Hüte mit schmaler und gelegentlich hochgestellter Krempe. Dazu trugen die Herren auch den "Gugel" ("Kugel"), eine Kapuze mit ansitzendem Schulterkragen oder die "Sendelbinde", ein Stoffband, das entweder an einer Seite herunterhing oder um Kopf und Kinn gewickelt wurde.

14. Jahrhundert

  • Seit Mitte des 14. Jahrhunderts trug der Mann bis auf Schritthöhe verkürzte Jacken, die sogenannten Schecken, dazu verlängerte Strümpfe und noch immer, die schon früher beliebten Schnabelschuhe. Das Haar wurde halblang und über dem Gesicht kurz getragen, was dem heutigen Pony nahe kommt. Auch Kopfbedeckungen waren üblich, wie zum Beispiel die Bundhaube aus Leinen. Das Gesicht war entweder glatt rasiert oder es wurde ein Vollbart getragen, der zu dieser Zeit langsam in Mode kam

Frühe Renaissance 1449-1525, Italien

  • Die frühen Renaissancejahre blieben noch bei den oben engen und hochtaillierten Kleidern mit weiten Röcken. Dazu trugen die Frauen eine kleine Kappe. Auch bei den Männern wurden nun die Röcke weiter, blieben aber kurz.
  • In der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts wurden Ärmel und Beinbekleidungen gepufft und geschlitzt. Bei der Männerbekleidung trat das Hemd sichtbar in den Vordergrund. Wams, Schaube, Pluderhose, die sogenannten "Bärenfüße" als Schuhform und als Kopfbedeckung das Barett beschreiben die Mode des Herrn

Rokoko: Um 1730 bis 1770

  • Schon seit 1719 kam der Reifrock in Mode. Wespentaille und ein tiefer eckiger oder runder Ausschnitt zeigten ein hohes Dekolleté. Die Halbärmel wurden am Rand mit Spitzenvolants verziert. Die Frisur benötigte Schläfen- und Ringellocken. Am Fuß zierten Stöckelschuhe ihre Trägerin

In der napoleonischen Zeit

  • In der napoleonischen Zeit wurden aus den Chemisenkleider die typischen Empirekleider, die sich nun nicht mehr am Vorbild der griechischen Antike orientierten, sondern an dem der römischen Kaiserzeit. Die Taille rückte immer höher bis direkt unter die Brüste, der Ausschnitt der Kleider wurde tiefer und der Rock wieder bodenlang. Die Stoffe waren teilweise so dünn, dass die Frauen nur fleischfarbene Trikots darunter tragen konnten (vgl. Thiel, a.a.O., S. 297). Es handelte sich bei dieser Mode eher um eine Salonmode, da sie dünnen Stoffe den klimatischen Verhältnissen in Nordeuropa nicht entsprachen und auch nicht für die täglichen Arbeiten des Durchschnittsmenschen geeignet waren. „Nicht ohne Grund wurden die Erkältungskrankheiten in jenen Jahren Musselinkrankheiten genannt" (Thiel, a.a.O., S. 294). Um etwas Wärme zu erhalten, benutzte man lange, relativ breite Kaschmirschals, deren Drapierung eine besondere Kunst erforderte und an der man den gesellschaftlichen Stand der Frau erkennen konnte. Wie wichtig dies war, wird daran deutlich, dass die Modezeitschriften ausführliche Anleitungen zum Binden und Drapieren der Schals gaben. Unerlässliches Requisit zu diesen Empirekleidern wurden die langen Handschuhe.

Damenmode bis 1825

  • Die napoleonischen Kriege und der Niedergang der Macht Napoleons leiteten die restaurativen Tendenzen ein. Die Abkehr von den liberalen bürgerlichen Ideen zeigt sich in der gleichzeitig stattfinden Verabschiedung der antiken Vorbilder aus der Mode. Gleichzeitig endet mit dem Empirestil die letzte Epoche einheitlicher europäischer Mode. Von dieser Zeit an wird der Wechsel der Moden immer schneller und unterscheidet sich auch in den einzelnen Ländern. Damit spiegeln sich auch hier die zunehmend unterschiedliche Entwicklung der europäischen Staaten und die gesellschaftlichen Umbrüche.
  • Zunächst wurden die Empirekleider der Tendenz nach beibehalten, jedoch deutlich abgewandelt: der Rock wird steifer und enger und fällt manchmal von der unter dem Busen sitzenden Taille wie eine Röhre hinab. Die Ärmel werden wieder lang und haben oft einen oder mehrere Puffe. Die Tageskleider sind hochgeschlossen und haben wieder einen Kragen, der teilweise aus Spitze gefertigt wurde. Als Aufputz hatte man eher klein gefältete Rüschen oder Krausen, ausgezackte Säume oder mehrfach übereinander aufgesetzte Besatzstreifen. Als ein zweckmäßiges Übergewand in Zeiten des Krieges setzten sich während der napoleonischen Kriege Mantelkleider durch. Die Abkehr vom antiken Vorbild zeigt sich auch in den Frisuren und Kopfbedeckungen: die Spitzenhauben kehren zurück, oftmals mit zahllosen Rüschen verziert. In den Städten trugen die Frauen auch Hüte, die früher ein ausschließlich männliches Kleidungsstück gewesen waren. Ihre Verwendung spiegelt eine Errungenschaft der Revolution, die Teilnahme der Frauen am öffentlichen Leben. Dementsprechend wurde die Haube, die als Symbol der häuslichen Gebundenheit der Frau gesehen wurde, mehr in ländlichen Gebieten getragen.
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Damenmode 1825-1850

  • Ab ungefähr 1825 beginnt in der Damenmode parallel zur Restauration in der Politik ein neues „Zeitalter der Weiblichkeit". Genährt wurde dies durch die im Gegensatz zur Revolutions- und Kaiserzeit, die eine Zeit größerer Freiheit und geringerer Restriktionen für Frauen gewesen war, stehende Überzeugung, es sei die Aufgabe der Frauen, in erster Linie im Hause zu wirken. Aufgabe der Frau sei es, im häuslichen Wirkungskreis moralische Reinheit zu praktizieren und dadurch einen beruhigenden Einfluss auf die in der Welt tätigen Männer auszuüben. Demgegenüber wurde die Aufgabe der Männer darin gesehen, die Frauen vor den Unbilden der sich durch die beginnende Industrialisierung wandelnden Welt zu schützen und sie von deren Einflüssen fernzuhalten. Die strenge Scheidung von Drinnen und Draußen und die Rituale des bürgerlichen Lebens verlangten eine züchtige, sanfte, bescheidene und - in den oberen Gesellschaftsschichten - müßige Frau. Dieses Gesamtbild zeigt sich in der Mode als Rückkehr zu alten höfischen Vorbildern, die allerdings durch die Verwendung solider Stoffe deutlich verbürgerlicht werden

  • Die immer weiter werdenden Röcke dieser Mode erforderten die Rückkehr zu zahlreichen Unterkleidern. Gewöhnlich trug man über einem Leinen- oder Baumwollhemd ein Korsett aus Fischbeinstäbchen, um die gewünschte Wespentaillenfigur zu erzielen. Darüber wurden immer mindestens drei gestärkte Unterröcke getragen, die gelegentlich durch Roßhaareinlagen versteift wurden, um dem weiten Kleiderrock noch mehr Breite und Stand zu geben. Seit ca.1830 trugen die Frauen Unterhosen, die meist bis zum Knie reichten. Es war unschicklich, Unterhosen beim Namen zu nennen. Die Prüderie der Zeit führte zu der Bezeichnung die „Unaussprechlichen".
  • Die städtischen Frauen trugen meist schwarze Lederschuhe oder Stiefeletten. Die aus der Empirezeit stammenden flachen Kreuzbandschuhe (Vorläufer der heutigen Ballettschuhe) wurden nur noch am Abend getragen und waren in der Regel aus Stoff. Über Jahrzehnte hielt sich das lange Cape als Mantelersatz. Wichtige Requisiten, ohne die die feine Dame nicht auskommen konnte, waren Handschuhe, Schirm, Fächer und Taschentuch

Herrenmode 1800-1850

  • Die durch das Leitbild des Dandys gekennzeichnete englische Herrenmode, die in dem „Dandy der Dandys" (Thiel, a.a.O., S. 305) George Bryan Brummel ihre extreme Ausprägung fand, bestimmte die gesamte kontinentale und auch nordamerikanische Mode des 19. Jahrhunderts. Leitbild des Dandys war vollendete unauffällige Eleganz, die sich in erster Linie durch den perfekten Schnitt und die verwendeten hochwertigen Stoffe ergab. Die Farben der Anzüge waren regelmäßig dunkel; aufzufallen war verpönt. Als Schmuck waren nur die Uhr und die Krawattennadel „erlaubt". Die eigentlich bedeutenden und ständigen Variationen unterliegenden Kleidungsstücke waren die Krawatte und die Weste; letztere konnte verziert und aus sehr kostbaren Stoffen gefertigt werden. Folge des Dandy-Leitbildes war der Aufstieg einzelner sehr guter Schneider, die Vorläufer der späteren Couturiers sind
  • Die deutsche Herrenmode variierte die englischen Vorbilder ab den 1830er Jahren nur wenig. Die Hosen zeigten die seit der Revolution übliche schmale Beinform und waren teilweise so lang, dass sie mit einem unsichtbaren Steg getragen werden mußten, um Form zu bewahren. Zum Anzug wurde immer eine gemusterte oder farbige Weste getragen; auch die Krawatten, die eher Halstücher waren, zeigten Farbe und wurden nach englischem Vorbild kunstvoll gewickelt. Hemden hatten einen sehr hohen, engen Kragen (Vatermörderkragen), der erst in den 40er Jahren auch umgelegt wurde. Der Gehrock verdrängte den seit der Revolution als Tagesanzug des Bürgers bislang üblichen Frack, der nur noch zu festlichen Gelegenheiten getragen wurde. Die Gehröcke waren überwiegend glatt gearbeitet, konnten aber auch faltig eingesetzte Schoßteile in der Rückenpartie und gebauschte Ärmel haben. Die Mäntel waren lang und weit; sie hatten meist ein Schultercape. Dazu wurden hohe Zylinder als Kopfbedeckung getragen, ab 1823 auch der bequemere Chapeau claque. Regel waren Lederstiefel unterschiedlicher Höhe; am Abend trugen die Herren für den Tanz Halbschuhe.

Modische Revolution

  • Im 20. Jahrhundert wurde Mode zu einem Massenphänomen. Dieses Jahrhundert hat die bedeutendsten modischen Revolutionen hervorgebracht: Hosen für Frauen, Verzicht aufs Korsett, den kurzen Rock, Sportmode. Erst in den 20er Jahren dieses Jahrhunderts beginnt die Frauenmode wirklich modern zu werden. Sie hat einige Prinzipien von der Herrenmode übernommen: Funktionalität, Schlichtheit, Verzicht auf oberflächliche Dekorationen.
  • Natürlich greift die Mode des 20. Jahrhunderts immеr wieder auf die Mode vergangener Zeiten zurück. In den 1990er Jahren lebt die Mode vom spielerischen Umgang mit bereits Dagewesenem. Die grossen modischen Umwälzungen fanden aber zu Beginn des Jahrhunderts statt. In der Frauenmode wurden hautpsächlich diese Veränderungen sichtbar. Die Kleidung wurde funktionaler, da sich Frauen zusehends in der Öffentlichkeit bewegten, Sport trieben und später auch Berufe ausübten. Die Einstellung von Schönheit änderte sich: Man fand schlichtere Linien schön. Die Mode wurde körpernäher. Das lästige, ungesunde Korsett verschwand allmählich von der Bildfläche. Dafür wurden die Kleider körpergerechter und natürlicher, als in den Zeiten vorher

  • Die Mode wurde also im Allgemeinen schlichter. Das soll aber nicht das Ende des Prunkvollen sein. Eine Dame trug nicht den ganzen Tag dieselbe Kleidung. Sie besass für jede tageszeit und jeden Anlass die passende Ausstattung. Sogenannte Hausklieder waren in der Regel üppiger und weicher als die Strassenkleidung. Damit man die Damenmode von der sehr strengen Herrenmode unterscheiden konnte, wurden bei jener feminine Accessoirs angebracht. Unter dem strengen Jackett trug die Dame zum Beispiel eine Spitzenbluse.
  • In den Jahren vor dem Ersten Weltkrieg wurden die Röcke schmaler und kürzer. Sie zeigten nun nicht nur den Fuss, sondern den Knöchel oder sogar manchmal die Wade. Während des Krieges orientierten sich die Schnitte der Damenkostüme den Uniformen der Männer

The Roaring Twenties

  • Viele Frauen waren während des Ersten Weltkrieges zur Selbständigkeit gezwungen und waren nicht bereit, diese nach Kreigsende aufzugeben. Sie waren vermehrt in der Öffentlichkeit sichtbar auch ohne männliche Begleitung. Viel mehr Frauen waren berufstätig. Zu den typischen Tätigleiten wie Kindermädchen, Haushälterin oder Näherin kam die Büroarbeit. Frauen trieben Sport, sie fuhren Auto. Die Mode der Frauen blieb etwa ähnlich wie in der Vorkriegszeit. Grosse Stoffmassen und und viele Verzierungen galten als veraltet. Sie Mode war einfach und schlicht. Frauen wollten sich ungehindert bewegen können. Also wurden duie Röcke kürzer. Sie waren nur noch kniebedeckend. Die bodenlangen Kleider hatten endgültig ausgedient. Die Kleider waren gerade geschnitten und ignorierten Hüfte, Taille und Busen. In den 20er Jahren trug die Frau zwar kein Korsett mehr aber dafür andere Miederwaren aus aus modernen Materialien. Damals war ein flacher Busen angesagt. Die Haare wurden kurz geschnitten: Bubikopf! Die Kleider waren streng und sahen gegenüber der früheren Mode eher männlich aus. Androgynie war das Zauberwort. Die Frau rauchte auch auf der Strasse und trug ein Selbstbewusstsein zur Schau, das vielen fast zu "männlich" war.

Elegante Weiblichkeit:

  • Die kastenförmigen Kleider veschwanden wieder. Sportlichkeit und knabenhaftigkeit verschwanden zusehends aus der Damenmode. Die Mode wurde eleganter und weicher. Die Kleider waren körperbetont und flossen am Körper entlang. Oft wurden sie unten weiter. Der Godet-Rock ist eine typische Rockform der 30er Jahre. Die Säume fielen zuerst bis unters Knie dann bis zur Wadenmitte. Die Taille rutsche nach oben und wurde durch schmale Gürtel betont. Durch die schmalen Röcke und die hohe Taille schien es, als hätten die Damen sehr lange Beine.
  • Die Haare wurden wieder länger. Im Gesicht wurden nur dezente Farben als Make-up verwendet. Marlene Dietrich gehört mit ihrem schmalen Gesicht und den schmal gezupften Augenbrauen zu den Frauen, die die 30er Jahre verkörpern. Greta Garbo zählt mit ihrem femini-androgynen Körper zu den herausragenden Frauengestalten dieser Zeit.

Die Linie der Männermode wird weicher und eleganter.

Kleiderformen

  • Die beliebteste Kleiderform der 30er Jahre war das Prinzesskleid. Dieses lange schmale Kleid betonte die Silhouette der Frau. Die praktische Kombination von Rock und Bluse setzte sich immer mehr durch. Neu waren auch die Boleros, kurze vorne rundgeschnittene Jäckchen. Das Kostüm kam auch immer mehr auf: Ein schmaler, wadenlanger Rock mit einer taillierten Jacke. Das Kostüm wurde zur eleganten Tageskleidung.
  • Gegen Ende der 30er Jahre stiegen die Rocksäume wieder. Sie bedeckten gerade noch die Knie. Die Röcke wurden schmaler. Die Schultern wurden durch Polster stark betont. Da bisher nur Männervestons an den Schultern gepolstert waren, empfand man diese neue Linie wieder mal als männlich.

Kriegsjahre

  • Während der Kriegsjahre wurde das Material überall sehr knapp. Die Modeschöpfer mussten sich etwas einfallen lassen, um mit wenig Stoff trotzdem elegante Kleider herzustellen. Überall in Europa lernten die Frauen zu improvisieren. Auf jedenfall wollte man auf irgend eine Art weiblich sein, auch wenn die Mittel die Möglichkeiten drastisch einschränkten. Auch Schuhe mussten oft selbst gemacht werden. Die Kleider waren schmal geschnitten und hatten dementsprechend nur noch wenig Falten. Die Kostüme bewährten sich als praktische Kleidung für alle Anlässe. Oft ähnelten sie Militäruniformen. Später wurde Frauenkleidung oft aus abgelegter Männerkleidung gemacht. Die Frage war: Wie konnte man sich trotz beschränkter Mittel schick kleiden? Wie kann man die Stücke abändern? Nähkenntnisse waren für die meisten Frauen unerlässlich.
  • Aber neben alldem gab es weiterhin die Haute Couture. Paris blieb weiterhin die Stadt der Mode, obschon das dritte Reich die Pariser Mode durch deutsche Mode ersetzen wollte.

die 50er

  • Der New Look brachte wieder Glanz und Glamour in die Welt der Mode. Die Leute der 40er und 50er Jahre wollten die Erinnerungen an die Kriegsjahre vergessen. Viele Frauen wollten sich wieder in einer traditionellen weiblichen Art kleiden können.
  • In Europa und den USA entstand in den 50er Jahren ein Wohlstand, den es nie zuvor gegeben hatte. Bürgerliche Männer liessen diesen Wohlstand mit der Kleidung der Frau zur Schau stellen. Zugleich bildeten sich wieder konservative gesellschaftliche Werte. Die Frauen hatten im Krieg "ihren Man" gestanden. Nun wurden ihnen wieder häusliche Werte zugeschrieben. Die Nachkriegsmode nimmt viele Elemente von der Mode des 19. Jahrhunderts auf:
  • - enggeschnürte Taillen - lange, weite Röcke über einer Vielzahl von Unterröcken - schmale Schultern.
  • In den 50er Jahren übernahmen viele männliche Modemacher die Haute Couture während es in den 20er und 30er Jahren eher Frauen waren. Namen wie Christian Dior oder Yves Saint Lorent sind noch heute weltberühmt. Nicht alle konnten sich die teuren Modelle dieser Designer leisten. Aber die Konfektionsmode übernahm gewisse Trends. Denoch war die neue Mode teuer und sie veränderte die Silhouette der Frau. Röcke waren wadenlang, extrem weit oder sehr eng. Die Oberteile lagen eng auf. Die Taille wurde stark markiert. Busen, Po und Hüften wurden hervorgehoben. Die Haare wurden kürzer und waren leicht gewellt. Die improvisierte Weiblichkeit der Kriegsjahre wich einer Eleganz. Von Kopf bis Fuss musste alles abgestimmt sein. Die Schuhe wurden schmaler und hatten hohe Absätze.
  • Kostüme waren aus dem Kleiderschrank der Dame nicht mehr wegzudenken. Die Kostümröcke waren eng. Die Kombination von Rock und Oberteil hat sich sehr bewährt. Am Abend zeigte sich die Dame in grosser Robe. Späte in den 50er Jahren kamen die Petticoats auf, welche die Röcke der Mädchen fast waagrecht abstehen liessen.

Jeans

  • Die Jeans (Blue Jeans) begannen in den 50er Jahren ihren Siegeszug um die Welt. Die einstige Arbeitshose war in den USA bereits in den 30er Jahren zur Freizeithose geworden. In Europa wurde sie vorerst nur von rebellischen jungen Leuten getragen, erst in den 60er Jahren wurde sie zur Allroundhose. Sie bot eine Ausdrucksform für den Protest gegen das etablierte Bürgertum.
  • 1967 galten also Hosen als "Renner des Modemarktes". Wiederum war dieser Aufschwung durch das Kleiderverhalten der weiblichen Jugend ausgelöst worden, die aber die "Blue-Denim-Hosen", besser bekannt als Blue Jeans, favorisierten und durch das Tragen der Jeans ihre Ablehnung der Konventionen der Erwachsenenwelt zeigten. Das Jeans-Blau dominierte bei Demonstrationen, in Auditorien, auf Open-Air-Festivals - überall dort, wo Jugendliche das universelle Kleidungsstück benutzten, um ihrer kollektiven Identität des "Nichtangepaßtseins" Ausdruck zu verleihen. Ein kurzer Exkurs in die Entstehungsgeschichte der Blue Jeans soll zeigen wann und wo die Denim-Hose entstand und warum sie "Blue jeans" heißt. Der Erfinder der Blue jeans war Levi Strauss, der Mitte des 19. Jahrhundert von Bayern nach Amerika auswanderte. Er kam gerade zu jener Zeit nach Kalifornien, als dort der Gold Rush boomte und begann, aus Segeltuch widerstandsfähige Hosen für die Goldgräber zu nähen (es entstand die five-pocket-Hose). Später, als er 1870 bereits ein eigenes Geschäft besaß, wurde statt Segeltuch Köper verwendet, man färbte ihn blau ein und bei den Nähten wurden zur Verstärkung Kupfernieten eingeschlagen. Woher kommt nun der Name? Angeblich hat Levi Strauss den Jeans-Stoff bei Matrosen gesehen, deren Uniform aus blauem (denim) köperähnlichem Stoff, Serge genannt, genäht war. Das Wort jeans ist eine Art Anglizismus und kommt vom französischen Genes, zu deutsch Genua. Genua war damals im 19. Jahrhundert der europäische Haupteinfuhrhafen für Baumwolle. Der Bedeutungswandel der Jeans von der "Nur-Freizeitkleidung" hin zur Alltagskleidung vollzog sich in den sechziger Jahren, wenn auch nicht ohne Widerstand und Proteste der Obrigkeit. Es ging sogar soweit, daß in manchen Schulen und Büros das Tragen der Jeans verboten wurde. [Und ist auch heute, 30 Jahre später, noch in einem Großteil von Banken und Versicherungsunternehmen verboten bzw. "nicht gerne gesehen„.Dennoch konnte der "Siegeszug" der Jeans nicht aufgehalten werden und schon bald wurde der Jeansstoff nicht nur für die Anfertigung von Hosen sondern auch für viele andere Kleidungsstücke verwendet

DER MINI - ROCK

  • Mary Quant, die Erfinderin des Minirocks, stammt aus England und hatte bereits 1955 einen kleinen Modeladen. Da sie sich aber mit den vorhandenen Kleiderangeboten nicht zufrieden geben konnte, begann sie aus alten Stoffresten, ihre Modelle selber zu schneidern. 1962 wurden ihre Kratioen in einer Zeitschrift (Vogue) vorgestellt. Etwa später wurde ihr "mini-skirt" (Minirock) zu Modeschlager auf der ganzen Welt.
  • Die neue Länge, die mindestens 10 cm oberhalb des Knies endete, setzte sich durch. Teenagers, Hausfrauen Leute aus der High-Society trugen ihn. Sogar das englische Königshaus tolerierte Röcke, die 7 cm oberhalb der Knie endeten. Der Vatikan jedoch stellte strenge Wächter vor den Petersdom, die jede Frau in diesem "unzüchtigen" Kleidungsstück abwiesen

  • In den sechziger Jahren konnte sich die neue Rocksaumlänge, von England ausgehend in der modeinteressierten Welt, durchsetzen und wurde zum Modeschlager nicht nur bei den Teenagern sondern auch bei den Damen der "High Society". Im Herbst 1966 bot Christian Dior in seiner Londoner Filiale Miniröcke an, die 20 Zentimeter über dem Knie endeten. Im selben Jahr wurde in London die "Britische Gesellschaft zum Schutz des Minirockes" gegründet. Der Vatikan sprach sich gegen diese unzüchtige Kleidung aus, denn die Kirche "kämpfte" in den sechziger Jahren gegen eine zunehmend Morallosigkeit und im Zuge dessen wird auch Kleidung, die diese Moral unterstützt, abgelehnt

  • Die neue Mode konnte sich nur deshalb durchsetzten, weil Jugend in der westlichen Welt zum gesellschaftlichen Leitbild und damit auch zum modischen Leitbild wurde. Man wollte nicht nur noch arbeiten, sondern das Leben geniessen. So wurde die Mode zum Jugend- und Massenphänomen. Das kurze Hängerkleid wurde zum Kleidungsstück dieser Zeit: Es war gerade geschnitten, bunt, meist aus Synthetikstoffen und zeigte viel Bein. Die Frauen liess es wie Mädchen aussehen. Ursprünglich waren diese Kleider eher für junge Leute gedacht. Mit der Zeit trugen aber alle die neue Form, denn es gab fast keine modischen Alternativen.
  • Erstmals wurden Models so berühmt wie Filmstars. Twiggy war eins der bekanntesten Models. Sie prägte das Jahrzehnt mit ihrer mageren Figur und mit ihren Riesenaugen in ihrem schmalen, blassen Gesicht. Emma Peel, aus der Fernsehserie "Mit Schirm, Scharm und Melone" half mit ihrer schwarzen Lederkleidung den Fetischismus in der Mode gesellschaftsfähig zu machen.

Die Mode der 70er

  • Die Mode der 70er zeigt deutlich den Einfluss der Freizeitmoden. Jeans wurden zum Favoriten in allen sozialen Schichten und zu allen Gelegenheiten. Kleiderordnungen verschwanden fast vollständig. Die emanzipierte Frau trage keinen Minirock mit Stöckelschuhen, sondern bequeme, flache Schuhe, Latzhosen oder Jeans, die die sexistischen Blicke der Männer von den erotischen Signalen ablenkten und dafür sorgten, dass Frauen als Menschen und nicht als Sexualobjekte genommen würden, sagte man. Die Mode wurde also insgesamt unerotischer. Die nüchterne Schlichtheit der Alltagsmode blieb am Abend fast die Gleiche.
  • Bei den Männern wuchsen die Haare über den Kragen und die Koteletten wurden immer länger. In dieser Zeit kamen auch die sogenannten "Coordinates" auf: Eine Garderobe au zusammenpassenden Teilen.
  • Authentizität war das Schlüsselwort dieser Zeit: Man wollte echt sein, authentisch, man selbst.
  • Mitte des Jahrzehnts kam ein sogenannter Indien-Look auf: Weite Flatterhemden, lange Schals, weite Kleider und grosse Tücher. Weiter sprach man vom Oma-Look Rüschenblusen, Röcke mit Volants
  • Der Erfolg musste sichtbar sein: Die 80er Jahre sind geprägt durch einen Körperkult. Bodybuilding und Aerobic standen im Vordergrund. Als schöner Körper galt nun ein kraftvoller, durchtrainierter Körper. Sogar für Frauen wurde Bodybuilding gesellschaftsfähig. So konnten sie ihren Körper nach ihrem Wunsch formen. Die Frau wollte von nun an nicht mehr zart und mager sein, sondern kräftig und gesund. Aerobic war die Modesportart der 80er Jahre, die auch eine eigene Mode hervorbrachte: Man brauchte bunte, enge Oberteile, Leggins und spezielle Schuhe. Die Mode fand auch den Weg in den Alltag. Jeans und Turnschuhe waren überall und immer gesellschaftsfähig.

80er Jahren

  • In den 80er Jahren ist die Mode nicht mehr Ausdruck der Persönlichkeit, sondern sie zeigt, was man aus sich gemacht hat. Der Kult des Erfolges verdrängt die Natürlichkeits-Ideologie. Beruflicher Erfolg, persönlicher Ehrgeiz wurden zu einem wichtigen Faktor. Die gesellschaftspolitischen Kämpfe der 70er Jahre waren vorüber. Die Friedensbewegungen waren eine starke Kraft. Frauenbewegungen schienen überflüssig zu werden: Frauen waren nun in aller Selbstverständlichkeit starke Frauen – das ist ein Schlüsselwort dieses Jahrzehnts. Dagegen bildeten sich erste Männergruppen, die ihre Selbstfindung in Angriff nahmen

Die heutige Modewelt

  • Die heutige Modewelt ist überaus vielfältig. Auf den Carwalks werden jährlich die Kunstwerke der weltbekannten Designer vorgeführt: In Paris, Mailand, New York usw. Die Kleidungsstücke sind zum grössten Teil nicht gerade für den Alltag. Kaum ein Modell der vorgeführten Kleider wird den Weg ins Kleidergeschäft finden. Die Einzelstücke an den Modeshows werden zum Teil an Ort und Stelle für sehr viel Geld verkauft
  • Mode heute ist sicher auch bei Jugendlichen ein Thema. Wahrscheinlich sprechen Mädchen mehr darüber als Knaben. In letzter Zeit hat sich zwar die Mode bei Männern bzw. Knaben um Einiges verbessert. Natürlich interessieren sich Knaben nach wie vor mehr für Fussball und andere Sportarten. In der Freizeit beim "Ausgang" stylen sich jedoch Knaben häufig ebenso wie die Mädchen, nur auf eine etwas andere Art, da den männlichen Jugendlichen nicht eine so grosse Auswahl an Kleidern oder Accessoirs zur Verfügung steht. Dies kann sich jedoch ändern.